27.06.-04.07.2009 Lachsfischen am Kitzariver

Nach ein paar Tagen Kolariver, war nun die Tour an den Kitza im Süden der Kolahalbinsel geplant. Dort hatten Wir für eine Woche das Roxton Camp gemietet. Da die Straßen seit letztem Jahr repariert wurden, schafften wir die ca 500 Kilometer von Murmansk nach Varzuga in 7 Stunden. Damit hätte ich nie gerechnet.
Als dann auch noch unser russischer Freund und Organisator Anatoly verkündete: „Pilot is ready, Helicopter is coming“, stieg unsere Laune sofort auf einen nicht zu erklärenden Höchststand. Minuten später hörten wir diesen unverwechselbaren Sound und wenig später kam der große, russische MI-8 Heli über den Baumwipfeln in Sicht.

Der Helicopter kommt

Abflug

Endlich geht's los

unsere "Kitza Fishing-Party 2009"

Unsere Gruppe bestand dieses Jahr aus drei Schweden, drei Finnen, einem Iren, Jürgen und mir. Schnell verstauten wir unsere Rutenrohre und sonstiges Gepäck im Heli. Nach 15 Minuten Flugzeit erreichen wir den Kitza, der ein Nebenfluß der Varzuga ist. Im Camp angekommen erwartete uns ein leckeres Abendessen und der ein oder andere Drink. Einige der anderen gingen fischen, Hakan und ich ließen den Abend am Kamin ausklingen.

Am nächsten Morgen verkündete Jürgen das Ergebnis der letzten Nacht. Ich zwei, Erik zwei, Mats vier!!!! Ich konnte es fast nicht glauben. Acht Lachse in Vier Stunden und das nur im Homepool! Uns standen ja mit neun Mann immerhin 15 Kilometer beidseitig des Flusses zur Verfügung.

Mawill drillt am Kitza

Mawill mit Kitza-Lachs

Mawill stabilisiert den Fisch

Etwas nervös machte ich mein Tackle klar. Nach einem Fußmarsch von ca 20 Minuten kamen Jürgen, ich und unser Guide Mischa an einem Pool an, der den Namen „Goldmine“ trug. Nach etwa einer halben Stunde bekam ich an der Aussenseite eines Steins einen Biss und konnte nach einigen Minuten einen gefärbten Lachs von etwa 5 Kilo landen. Goldmine brachte Jürgen und Mir an diesem Tag noch einige weitere Lachse. Mein erster Tag am Kitza endete mit fünf Lachsen für Mich. Aussrdem verlor ich etwa die gleiche Zahl an Fischen.

Jeden Tag wechselten Wir untereinander die Strecken, so das jeder mal den oberen, mittleren oder unteren Beat des Flusses fischen konnte. Wir entdeckten einige super Pools, denen wir immer wieder Fische entlocken konnten. Leider fischten wir oft so weit auseinander, das es nicht möglich war Fotos voneinander zu machen und unsere Fische ab zu lichten.
Da das Wasser sehr dunkel war, konnten wieder einmal wie Fliegen wie Beis, Phatakorva oder Panarat punkten. Das Gewicht der Fische pendelte zwischen 1,5 und vier Kilo. Allerdings hatten einige aus unser Gruppe das Glück blanke Fische bis an die 7 Kilo landen zu können.

Jürgen im Drill

Die Tage verflogen und am Ende der Woche hatten Wir mit neun Fischern 210 Lachse Fangen können!!! Wobei dieses Ergebnis lange nicht so gut war, wie das der letzten Jahre. Unsere Finnischen Mitfischer berichteten uns, von 30 Fischen pro Person im letzten Jahr und das für blutige Anfänger!!!!!

In sechs Tagen konnte ich am Kitza 20 Lachse zum Landgang überreden. Der größte Fisch wog 7 Kilo, war allerdings stark gefärbt.
Die Toprod hatte Mats mit unglaublichen 63 Fischen.

Mein Fazit: Ein relativ günstiger Fluß, mit vielen Fischen. Es hat großen Spaß gemacht dort zu fischen und mit der Gruppe Erfahrungen auszutauschen. Wer allerdings auf Großfischjagd gehen möchte, sollte sich lieber einen anderen Fluß suchen, oder früher kommen. Dann sind allerdings die Preise auch am Kitza gepfeffert!

Tight Lines,
Mawill