26.09.-27.09.2009 Auf Meerforelle in Süd-Jütland

Mirko sammelt uns ein - Der Likedeeler dient an diesem Wochenende als unser Wassertaxi

Im Herbst in der Region zwischen Aabenrade und Als zu fischen, gilt für uns in jedem Jahr zu einem absoluten Pflichttermin! In diesem Jahr haben uns die „Genz-Brüder“ zu einem ganz besonderen Trip in diese Region eingeladen. Die beiden besitzen ein Boot, mit dem sie regelmäßig Trollingtouren, an der deutschen und schwedischen Küste unternehmen. Im September war nun geplant in der Gegend rund um Als, irgendwo unser Basislager aufzuschlagen und zwei Tage lang den wohlgenährten Herbstfischen nachzustellen. Von unserem Lager aus, wollten wir einige Spots mit ihrem Boot anlaufen um dann jeweils einige von uns dort abzusetzen, wo wir die Fische vermuteten. Der Plan sah vor, die Spots gründlich zu befischen, wenn nichts passieren sollte, würden wir mit dem Wassertaxi weitertransportiert werden um es an einer anderen Stelle zu probieren.

Unser Basislager schlugen wir auf einer Landzunge bei Arnkilsöre auf, von dort aus ist es möglich, sowohl die Stellen am Alssund bis hinauf nach Varnaes, als auch diejenigen vom Augustenborgfjord in nördlicher Richtung anzusteuern. Als Boris und ich in Dänemark ankamen Hatten die Jungs das Lager bereits errichtet und wir konnten vor der hereinbrechenden Dunkelheit noch einige Würfe am „Homepool“ machen, in diesem Fall handelte es sich um ein langes Riff mit einzelnen verstreuten Muschelbänken hier und da.

Unser Camp

"Homepool"

Unser Boot

Um es vorwegzunehmen, am Abend passierte nichts mehr und auch am folgenden Tag konnten wir nur einige vorsichtige Zupfer und einem Aussteiger, der sich auf ein kurzzeitiges Rendezvous mit Schmos olivfarbener Garnelenimitation einließ, verbuchen. Erst in der kommenden Woche sollten alle ihre Fische fangen…

Anglerlatein

Der bereits angefeuerte Grill, und unsere knurrenden Mägen, lockten uns an diesem Abend recht bald aus dem Wasser. Was nun folgte war ein herrliches BBQ… danach wurde ein Feuer gemacht, an dem wir bis spät in die Nacht unser Fliegenfischerlatein zum Besten gaben. Mit jedem Bier, wurden die Geschichten interessanter, die Drills heftiger und die Beute größer! Es wurden Pläne geschmiedet und in Erinnerungen geschwelgt, kurzum uns umgab eine einzigartige Atmosphäre, die man so, wohl nur mit guten Freunden am Wasser erleben kann.

An diesem Abend bestätigte sich für mich wieder einmal etwas, was uns Fliegenfischer doch alle irgendwie vereinigt. Das Fischen bedeutet uns mehr, als einen Fisch nach dem anderen zu fangen, oder gar einen der größer ist als der von einem Angelkollegen…

Eine gut erzählte Geschichte ist oft spannender als ein Drill auf biegen und brechen. Und unsere Zeit mit Freunden am Wasser zu verbringen ist wertvoller als „Silber“!

Tight Lines,

Kolja